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Das autogene Training wird aus verschiedensten Gründen angewendet, von denen einige hier beispielhaft dargestellt werden sollen. Als Entspannungstechnik kann es beispielsweise bei Nervosität , Schlafstörungen etc. eingesetzt werden. Es kann weiter dazu dienen, psychosomatische Beschwerden wie Kopfschmerzen Verdauungsstörungen oder Bluthochdruck zu bessern. Dabei sollte aber vorher von einem Arzt festgestellt werden, dass keine physischen Ursachen für die jeweiligen Beschwerden vorliegen. Da man in dem durch das autogene Training hervorgerufenen Entspannungszustand besonders empfänglich für suggestive Selbstbeeinflussung ist, kann es durch geeignete Vorstellungen (formelhafte Vorsatzbildungen) eingesetzt werden, um Süchten (Rauchen , Trinken und ähnliches)entgegenzuwirken. Es kann ebenso einem sichereren Auftreten in der Öffentlichkeit oder im persönlichen Umfeld dienen und die eigene körperliche und geistige Leistungsfähigkeit kann gesteigert werden. Das autogene Training wird meistens in Gruppenkursen unter Anleitung eines Fachkundigen innerhalb einiger Wochen erlernt. Aber auch Einzelsitzungen können sehr hilfreich sein, besonders wenn eine individuelle Betreuung gewünscht ist. Danach kann man jederzeit auf diese Technik zurückgreifen um sich in Streßzeiten zu entspannen. Der Übende nimmt zu Beginn des Trainings eine bequeme Haltung ein; häufig handelt es sich um eine sitzende Position. Er sitzt mit gesenktem, nach vorn gebeugtem Kopf, die Hände ruhen entspannt auf den Oberschenkeln (sog. "Droschkenkutscherhaltung"). Anfänger tun sich häufig leichter, im Liegen zu trainieren, prinzipiell kann aber in jeder Haltung trainiert werden, in der die Muskeln vollkommen entspannt werden können. Die Übungen bestehen aus kurzen formelhaften Vorstellungen die sich der Übende konzentriert mehrere Male im Geiste vorsagt. Dabei versucht er, sich diese Vorstellungen möglichst intensiv vor Augen zu führen. vorgehen: Der Ruhezustand des Körpers ist durch bestimmte Empfindungen gekennzeichnet. So führt etwa die Entspannung der Muskeln in den Gliedmaßen zu einem Schweregefühl, gute Durchblutung zu einem Gefühl der Wärme. Durch konzentriertes Vorstellen des Effektes kann aber umgekehrt die "Ursache" herbeigeführt werden; durch die Vorstellung warmer Arme also deren Durchblutung gesteigert und in weiterer Folge eine körperliche Entspannung erreicht werden. Die so genannte Rücknahme, ein bewusstes "Aufwachen" mit einem, der Aktivierung der Nervenenden dienenden, Strecken schließt die Übungen ab. Mit zunehmendem Training verstärkt sich die Wirkung der Übungen (z. B. Wirkung auf den ganzen Körper anstatt nur auf die Arme). Der erfahrene Anwender kann daher in kurzer Zeit eine tiefe Entspannung (bei vollem Bewusstsein) hervorrufen. Die Formeln werden dabei nach persönlichem Geschmack angepasst und erweitert. Insbesondere ist es mit Hilfe der "formelhaften Vorsatzbildungen" möglich, Aufträge an sich selbst im Unterbewusstsein zu verankern, die nach Abschluss der Übung nachwirken. |